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Risen 3: Titan Lords – PC

Risen 3 Titan Lords

Mit Risen 3 – Titan Lords bringen die Entwickler der Softwareschmiede Piranha Bytes die Fortsetzung ihres Zugpferdes auf den Markt und hoffen, mit diesem Teil den kritischen Anforderungen der Risen-Fans gerecht zu werden. Bei dem Vorhaben unterliegt das Entwicklerstudio dem charakteristischen Dilemma von Fortsetzungen erfolgreicher Spielserien: Wird das Spielsystem der Vorgänger deutlich verändert, regen sich die alteingesessenen Spieler über die Änderungen auf. Andersrum ist die Spielergemeinschaft ebenfalls enttäuscht, wenn eine Fortsetzung zu wenig Innovation zeigt. Ob und wie die Macher von Titan Lords diesen Spagat gemeistert haben, erklärt diese Review.

Risen 3 – Titan Lords – Ein karibisch-gotisches Abenteuer

Erinnerte das erste Risen mit seinem düsteren Szenario noch weitestgehend an die Spiele der Gothic-Reihe, so wurde das Setting in der Fortsetzung Risen 2 mit einem Piraten-Thema und Karibikspielwelt deutlich auf den Kopf gestellt. Dieser Schnitt führte bei vielen Spielern zu Verwirrung und sorgte stellenweise für große Unstimmigkeiten unter den Fans. In Risen 3 unternimmt das Entwicklerteam den durchaus gewagten Versuch, die Spielergemeinschaft durch eine Vermischung der beiden Vorgänger-Szenarien zufrieden zustellen.

Je nach dem, wo der Spieler sich innerhalb der Spielwelt befindet, trifft er sowohl auf gotisches Ambiente, als auch auf Inseln mit Sandstrand. Ein gutes Beispiel für die Verbindung der Elemente sind die grotesk gestalteten Krabben-Monster im Gothic-Stil, die am sonnigen Inselstrand unter Palmen herumlaufen. Zwar dürfte die Verbindung der Spielwelten bei so manchem Hardcorefan Unmut auslösen, insgesamt sorgt die Verschmelzung aber durchaus für willkommene Abwechslung. Die Spielwelt stellt generell eine Stärke des dritten Teils dar, denn sie ist grafisch schön gestaltet und bietet viel zum Entdecken. Allerdings bleibt die Grafik im Gesamtbild etwas hinter den modernen Möglichkeiten, was im Endeffekt aber nicht das Spiel beeinträchtigt.

Viel Inhalt trotz mittelmäßiger Hauptstory

Risen 3 Titan Lords PCEtwas weniger Mühe dürften sich die Entwickler bei der Ausarbeitung der Hauptstory von Risen 3 gemacht haben. Das Schema ist aus vielen Rollenspielen bekannt: Der namenlose Held steckt ordentlich in Schwierigkeiten und muss sich für die Lösung einer Fraktion anschließen sowie der Reihe nach Quests abklappern. So ist es in Titan Lords ein Dämon, der dem Spieler – mehr oder weniger zufällig – die Seele entzieht und diese nur mit der Hilfe eines mächtigen Magiers wieder zurückgeholt werden kann. Von den magischen Heilsbringern gibt es genau drei in Risen 3, die eben wollen, dass man sich ihrer Fraktion anschließt und Aufgaben erledigt.

Das wirkt zusammengenommen recht generisch und wird wohl kaum einen Spieler vor Überraschung vom Hocker reißen. Mehr Abwechslung bieten da die zahlreichen Nebenquests oder der zweite Handlungsstrang der Story. Mit hunderten von Sidequests, sammelbaren Artefakten, Mini-Spielen und den Erkundungsmöglichkeiten, gerät die recht schwache Hauptstory nicht selten in den Hintergrund. Besonders hervorzuheben ist dabei, dass viele der Nebenquests sozusagen im Vorbeigehen erledigt werden können und den Spieler nicht erst zum eigentlichen Startpunkt schicken. Etwas negativ ins Gewicht fällt hier, ebenso wie bei den Hauptmissionen, die schlechte Umsetzung der Dialoge. Leider sind die Auswahlmöglichkeiten hier stark begrenzt, was ein Eintauchen in die Handlung erschwert.

Zusammengefasst handelt es sich bei Risen 3 – Titan Lords um ein nettes, unterhaltsames Rollenspiel, das sowohl Stärken als auch Schwächen aufweist, insgesamt aber durchaus spielenswert ist. Technisch bleibt der Titel allerdings weit hinter den Genre-Riesen Skyrim, Dragon Age oder Dark Souls und wirkt im Vergleich wesentlich beschaulicher. Weitere Informationen zum Spiel gibt es hier bei Amazon.de

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